Bereits seit Mitte des 12. Jahrhunderts ist die Fachwerktechnik dokumentiert. Auch heute noch wird die traditionelle Bauart von Fachfirmen fortgeführt. Da mittlerweile auch in Deutschland Holzhäuser immer beliebter werden, erlebt auch das Fachwerkhaus bei Bauherren wieder reges Interesse.
Bei einem Fachwerkhaus wird meist Eiche oder Tanne als Holzart verwendet. Konstruktiver Holzschutz (dauerhafte Trockenhaltung) vorrausgesetzt, bieten diese Hölzer den besten Schutz gegen Fäulnis und sind sehr witterungsbeständig.
Wie beim Holzrahmenbau spricht man auch beim Fachwerkhaus von einer Ständerbauweise. Das tragende Gerüst aus Holz (Fachwerk) wird dann aber in den Zwischenräumen mit Ziegeln aufgefüllt.
Hier sehen Sie ein Beispiel für den Wandaufbau bei einem Fachwerkhaus:
Von innen nach außen
15mm Gipsputz
115mm Kalksandstein
120mm Mineralfaserdämmung, WLG 035
15mm Holzweichfaserplatte auf 4 x 6cm Traglatte am Fachwerk
40mm Luftschicht
120mm zimmermannsmäßig abgebundenes Eichenfachwerk
Ausfachung mit Klinkersteinen, in Süddeutschland meist Ziegelwerk mit Lehm- oder Putzfasade zwischen den Ständern
Bei dieser Bauart entstehen in den einzelnen Elementen Druck- und Zugkräfte, wodurch die hohe Tragfähigkeit von Fachwerkkonstruktionen entsteht. Wie bei allen Holzhäusern wird im Bauwesen auch dem Fachwerkhaus eine hohe Erdbebensicherheit zugesprochen.






